KTM X-Bow

In enger Kooperation mit dem österreichischen Design-Büro Kiska entstand im Jahr 2006 das Projekt, neben Motorrädern auch ein Fahrzeug für den europäischen Markt zu entwickeln. Dieses Fahrzeug sollte die typischen KTM Formen und Charakteristika im Sinne des Slogans „Ready to Race“ widerspiegeln und ein puristischer Hochleistungssportwagen werden.

Aus den ersten Gedanken wurde durch Unterstützung des Rennwagen-Herstellers Dallara ein Fahrzeug entwickelt, welches dank modernster Werkstoffe wie Carbon das Kredo von KTM perfekt umsetzen sollte. Als ein erstes Konzept auf dem Genfer Automobilsalon in 2007 vorgestellt wurde, zeigte das Fachpublikum ein derart großes Interesse, dass sich KTM zur Serienfertigung des Fahrzeugs entschied.

Nach einem weiteren intensiven Entwicklungsjahr begann der Bau einer Produktionsanlage in Graz im März 2008. Im darauffolgenden Juni verließen die ersten KTM Fahrzeuge die Hallen, der erste KTM X-BOW wurde im August 2008 ausgeliefert. Um der engen Zusammenarbeit mit Dallara Rechnung zu tragen, wurden die ersten 100 Fahrzeuge mit einer besonders hochwertigen Ausstattung versehen und „Dallara-Edition“ getauft.

Noch in der Entwicklungsphase im Frühjahr 2008 begann in Zusammenarbeit mit Reiter Engineering auch der professionelle Motorsporteinsatz der KTM X-Bows. Neben weiteren Erfolgen konnte Christopher Haase als Nachwuchtalent bereits in der ersten Saison 2008 die „Sports Light“ Klasse des GT4 Europacups gewinnen, Augustin Eder wiederholte diesen Erfolg im darauffolgenden Jahr. Die Erfahrungen des Motorsporteinsatzes wurden von KTM konsequent in die Fertigung einbezogen wodurch der KTM X-BOW „Race“ entstand, ein reinrassiger Rennwagen von dem nur 25 Stück verkauft wurden.

Bereits 2009 folgten dann auf dem Genfer Automobilsalon neue Modelle: der „Street“ als Einstiegsvariante, der „Clubsport“ als Alleskönner für Straße und Rennstrecke, sowie der auf 30 Exemplare limitierte „ROC“ welcher mit umfassender Ausstattung und „Race of Champions“ Branding den Einsatz der KTM X-BOWs beim Race of Champions seit 2008 würdigt.

Nachdem die Serienfertigung des X-BOW im Sommer 2009 aufgrund wirtschaftlich schwieriger Lager ausgesetzt wurde, erfolgte 2010 der erneute Produktionsstart, nun jedoch in einer auftragsbezogenen Einzelfertigung. Im selben Jahr startete auch die KTM X-BOW BATTLE, ein Markenpokal der ausschließlich an KTM X-BOW Besitzern offen steht.

In 2011 wurde das „R-Modell“ auf den Markt gebracht, welches mit einer anderen Variante des 2.0 TFSI Motors von Audi nun stolze 220kW (300PS) leistet.

2013 folge KTM erneut der Tradition der Fahrzeugpräsentation im Rahmen des Genfer Automobilsalons und präsentierte den KTM X-BOW GT. Obwohl dieser wie das R-Modell 300PS leistet, ist der GT trotzdem ein Novum: Als erster X-BOW der Geschichte verfügt er über eine Frontscheibe, wenn auch nur eine sehr kleine.